Unsere Partner
Dialog 4.0: Neue Veranstaltungsreihe informiert über Industrie 4.0 Donnerstag, 23 Februar 2017 12:55 Foto: Piotr Zdanowicz

Dialog 4.0: Neue Veranstaltungsreihe informiert über Industrie 4.0

Mit einer neuen Veranstaltungsreihe geben IHK Braunschweig sowie die Arbeitgeberverbände Region Braunschweig und Harz Einblick in die Industrie 4.0. Der »Dialog 4.0« vermittelt facetten­reiche Informationen und soll ermutigen, sich dem Thema zu nähern und eigene Projekte umzusetzen. Gastgeber der ersten Veranstaltung war die Glaub Automation & Engineering GmbH. Die Kern­themen in Salzgitter: Mensch-Roboter-­Kollaboration und Cloud.

Wie gelingt es, dass Produktionssysteme herstellerübergreifend interagieren – flexibel und losgrößenunabhängig? Darüber berichtete ­Professor Dr. Holger Brüggemann vom Institut für Produktionstechnik der Ostfalia. Er stellte aktuelle Entwicklungen der Montagetechnik vor und erzählte über Anwendungen im Bereich Industrie 4.0. Als Trends in der Robotik erläuterte er dann die Optimierung ­manueller Arbeitsplätze sowie die Berücksichtigung ergonomischer und demografie-­basierter Erfordernisse. Beispiele, welchen Nutzen mobile Roboter und Leichtroboter bringen, rundeten den Vortrag ab.

»Bestehende ­Montage­systeme für die Fabrik der Zukunft weiterentwickeln«

Niko Glaub führte das Thema fort. Nach einer kurzen Vorstellung der Glaub Automation & Engineering GmbH berichtete er über Mensch-Roboter-Kollaborationen in der Region, verglich verschiedene Systeme und skizzierte, wie man Risiken beurteilen und mindern kann.

»IT-Infrastruktur: Make-or-buy?«

Das Thema Cloud beleuchtete anschließend Rechtsanwalt Daniel Rink, Geschäftsführer der 4D Deutsche Gesellschaft für Datensicherheit. Durch den Bezug von Cloud-Leistungen lassen sich Investitionen in unternehmensinterne IT-Infrastrukturen und deren tägliche Bewirtschaftung reduzieren.

Voraussetzung, um die Potenziale voll auszuschöpfen, ist Vertrauen gegenüber der Technologie. Bei kleinen und mittleren Unternehmen gebe es noch große Unsicherheit, ob sich cloudbasierte Lösungen rechnen und wie die Dienstleistung rechtlich zu bewerten ist. Daniel Rink, der auch Justiziar der Profihost AG ist, gab einen vielseitigen Überblick. Die Profihost AG unterstützt an vier räumlich getrennten Standorten in Hannover rund 15 000 Onlineshops mit Gesamtumsätzen von rund vier Milliarden Euro, darunter das ­Ticket­ing-System der Deutschen Bahn.

»Aktuelle Digitalisierungstrends«

Im Zuge der Digitalisierung stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Produkte zu Smart Services weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Trend dabei sind Internet of Things (IoT), Cloud Services, zum Beispiel von Amazon, Microsoft, IBM und Google. Welche Chancen und Risiken besonders aus Sicht von IT-Sicherheit und Datenschutz dabei bestehen, erläuterte Professor Dr. Ina Schiering. Sie gab einen Überblick über aktuelle Digitalisierungstrends. Ihre Prognose: Intelligente Gegenstände werden bis 2020 alltäglich werden. Das geschätzte Marktvolumen liegt bei 24 Milliarden Euro. Besonders aktive Entwicklungen ergeben sich durch smart city (Anwendungen im urbanen Umfeld), smart home (häuslicher Komfortgewinn) und Industrie 4.0, die Verschmelzung der Produktion mit Informations- und Kommunikationstechnik.

»Marktvolumen: 24 ­Milliarden«

Beim anschließenden Get-together diskutierten die rund 50 Veranstaltungsteilnehmer rege und schauten sich Demonstrations-Roboter und Handhabungssysteme an. Sind Sie an einer umsetzungsorientierten Mitarbeit im Kreis ­Dialog 4.0 interessiert? Dann wenden Sie sich bitte an waltraud.siegmund@braunschweig.ihk.de.

Bild oben: Gastgeber, Referenten und Veranstalter des ersten DIALOG 4.0. (von links): Niko Glaub, Geschäftsführer der GLAUB GmbH, Florian ­Bernschneider, Hauptgeschäftsführer AGV Region Braunschweig, Tobias Hoffmann, Vizepräsident der IHK Braunschweig, Prof. Dr. Ina ­Schiering, Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Peter ­Peckedrath, IHK Braunschweig, Beate Bode, AGV Harz, Daniel Rink, ­Justiziar Profihost AG, Hannover, und Prof. Dr. Holger Brüggemann, Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissen­schaften.

geschrieben von  wo