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Chiropraktik: Das Zusammen­spiel von ­Mus­kulatur, Nerven­system und Skelett ­wiederherstellen Donnerstag, 15 September 2016 10:55 Foto: Jörg Scheibe

Chiropraktik: Das Zusammen­spiel von ­Mus­kulatur, Nerven­system und Skelett ­wiederherstellen

Wer zum ersten Mal zu ihr kommt, ist meist skeptisch. »70 Prozent meiner Patienten haben vorher bereits viel ausprobiert: Massage, Spritzen, Physiotherapie oder Ortho­pädie. Oft heißt es: Sie sind mein letzter Versuch«, erzählt Lotta Koch, Inhaberin der Braunschweiger Chiropraxis Koch. In 80 bis 90 Prozent der Fälle kann sie dann indes helfen, zum Beispiel bei Lendenwirbelschmerzen, Hexenschuss oder Schulter-, Nacken- und Kopfschmerzen. »Typische Fälle, die ich behandle, sind auch Brustwirbelblockaden, die zu Atemnot führen, Tennisellenbogen und Faszienentzündungen«, berichtet die 29-Jährige.

Chiropraktik: Diese alternativ­medizinische Heilmethode beschreibt sie als ganzheitliches Wiederherstellen einer Funktion. »Wir sehen den Körper weniger als Mechanik, sondern eher als Funktionseinheit. Bewegt sich etwas nicht zuverlässig oder wird ein Muskel nicht so aktiviert, wie er sollte, dann kommt das Ganze aus dem Gleichgewicht.

»Ein Becken in Schieflage zieht die Schultern mit«

Ein Becken in Schieflage zieht zum Beispiel die Schultern mit. Wir helfen Patienten, wieder in die normale Bewegung zu kommen oder die gerade Haltung wiederzufinden.« Nicht selten kommt jemand und sagt: Meine Frau meint, ich stehe schief. »Er selbst sieht das gar nicht. Das Muskelgedächtnis sagt manchmal, man steht schief, wenn man gerade ist und umgekehrt.«

»Mit ganzheit­licher Medizin aufgewachsen«

Auch Zahnabrieb kann zum Beispiel Beschwerden verursachen. »Das Kiefergelenk hat eine große Bedeutung in der Bewegungsdynamik, weil es eng mit dem Becken zusammenarbeitet. Beißt man sehr stark zu und reibt die Zähne ab, dann reagiert das Kiefergelenk anders. Das geht auf den Halswirbel über und kann sich dann auf das Becken und die Lendenwirbelsäule auswirken«, erläutert Lotta Koch. Ziel der chiropraktischen Behandlung ist, die Ursache für Schmerzen und Beschwerden zu lokalisieren und fehlerhafte körperliche Bewegungs- und Kompensationsmuster zu erkennen und zu behandeln. Dadurch können Blockaden gelöst und Verspannungen gelockert werden. Fehlmuster werden unterbrochen.

»Das Kiefergelenk hat eine große Bedeutung«

Lotta Kochs Mutter ist Heilpraktikerin in Wolfenbüttel. So ist sie mit ganzheitlicher Medizin aufgewachsen. »Ich wollte auch gern etwas Medizinisches machen, nicht so viel mit Spritzen und Medikamenten – mehr an die Ursachen gehen«, erzählt sie. Sie absolvierte ein fünfjähriges Studium in England, das sie 2011 als Master of Chiropractic abschloss. Nach jahrelanger Mitarbeit in Chiropraxen, unter anderem in München und Peine, ist sie nun seit 2015 in ihrer eigenen Praxis tätig.


Hier arbeitet sie nach Weiterbildungen auch kinesiologisch, etwa mit der Injury-Recall-Technique: »Dabei geht es um Funktionsstörungen, die nach einer Verletzung dadurch entstehen, dass ein Muskel nicht wieder die volle Leistungsfähigkeit erlangt. Bei einem Menschen, der operiert wurde, der gestürzt ist oder bei dem sich eine Sehne überdehnt hat, kann die Verletzung neurologisch gesehen noch gespeichert sein. Patienten sagen zum Beispiel nach einer OP, dass sie ihre Narbe nicht gut anfassen können; dass es sich fremd anfühlt. Mit der Technik kann man Narben und alte Verletzungen behandeln, die Störmuster bilden.«

»Was Lotta Koch ihren ­Patienten empfiehlt«

Was tut Lotta Koch für sich selbst? »Ich sorge für Ausgleich. Ich meditiere, mache Yoga, reite und baue mit gezieltem Funktionstraining im Fitnessstudio Tiefenmuskulatur auf.« Das empfiehlt sie auch ihren Patienten: »Das sorgt für eine bessere Haltung. Im Studio an einem Gerät zu sitzen, ist auch nicht verkehrt, aber das spiegelt nicht unseren Alltag. Beim Funktionstraining ist der ganze Körper in Bewegung.«

www.chiropraktik-koch.de

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