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Warum miese Stimmung im Büro krank macht Dienstag, 04 Oktober 2016 14:47 Foto: Jörg Scheibe

Warum miese Stimmung im Büro krank macht

Ein schlechtes Betriebsklima geht mit einem deutlich höheren gesundheitlichen Risiko einher. Zu diesem Ergebnis kommt der »Fehlzeiten-Report 2016« der Krankenkasse AOK.

So ist jeder Vierte, der die Unternehmenskultur als schlecht empfindet, auch mit der eigenen Gesundheit unzufrieden. Bei den Befragten (über 2000 Erwerbstätige zwischen 16 und 65), die ihr Unternehmen positiv sehen, war es nur jeder Zehnte. Zu den vielen Facetten der Unternehmenskultur gehört beispielsweise der Führungsstil, die Mitarbeiterorientierung und die Entlohnungsgerechtigkeit.

Was macht eine gute und gesundheitsfördernde Unternehmenskultur aus? 78 Prozent der Befragten war die Loyalität des Arbeitgebers wichtig und 69 Prozent der Aspekt des Lobens. Doch nur 55 Prozent der Beschäftigten erleben tatsächlich, dass der Arbeitgeber hinter ihnen steht und lediglich die Hälfte wird für gute Arbeit gelobt.

Die Fehlzeitenstudie zeigt, dass bei einer schlecht bewerteten Unternehmenskultur 27,5 Prozent unzufrieden mit ihrer Gesundheit sind. Dieser Anteil ist damit dreimal so hoch wie in der Vergleichsgruppe, die ihre Unternehmenskultur positiv wahrnimmt (8,9 Prozent). Mehr als doppelt so häufig wird bei einer schlechten Unternehmenskultur außerdem über körperliche Beschwerden berichtet, die im Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit stehen (66,6 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent bei einer guten Unternehmenskultur). Bei den psychischen Beschwerden sind die Verhältnisse ebenso (65,1 Prozent gegenüber 35,8 Prozent bei einer guten Unternehmenskultur).

Unterschiede gibt es aber auch im Umgang der Beschäftigten mit ihren Erkrankungen: Bei einer schlecht bewerteten Unternehmens­kultur hat nahezu jeder Dritte (31 Prozent) im letzten Jahr mehr als zwei Wochen im Betrieb gefehlt. In der Vergleichsgruppe mit einer ­positiv erlebten Unternehmenskultur war dies nur etwas mehr als jeder Sechste (16,9 Prozent). Letztlich hat die erlebte Unternehmenskultur auch Einfluss darauf, wie ­häufig entgegen dem ärztlichen Rat entschieden wird, krank zur Arbeit zu gehen: Während das nur 11,8 Prozent der Beschäftigten tun, die ihre Unternehmenskultur positiv erleben, zeigen Beschäftigte in Unternehmen mit einer schlechten Unternehmenskultur häufiger ein riskantes Verhalten (16,7 Prozent).

 

Was Sie abends bedenkenlos essen können

Die Tageszeitung »Die Welt« rät auf ihren Onlineseiten davon ab, am Abend zu viel Gezuckertes und Süßes zu essen, weil dadurch der Blutzuckerspiegel steigt, mit der Folge, dass dem Körper plötzlich viel mehr Energie zur Verfügung steht und man keinen Schlaf findet. Es gibt aber durchaus Nahrungsmittel, die für eine abendliche Schlemmerei geeignet sind und doch für eine ruhige Nacht und keine Gewichtszunahme sorgen. Hier die Empfehlungen der »Welt«:

 

1
Nüsse
Sie senken das Risiko für bestimmte Krebsarten und für Infarkte, senken durch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren den Cholesterinspiegel und enthalten viele Vitamine, Antioxidantien und weitere schützende Pflanzenstoffe. Kurz: Nüsse sind ein Alleskönner.

 

2
Ei
Das perfekte Abendessen, weil sie kalorienarm, eiweißhaltig und sehr gut zu verdauen sind.

 

3
Bananen
Sie enthalten ebenfalls Tryptophan und darüber hinaus eine hohe Konzentration an Magnesium, was zur Entspannung der Muskeln beiträgt. Allerdings: Hände weg von anderem Obst, da es Sie länger wach hält.

 

4
Schokolade, Schoko-­Pudding, Kakao
»Ein« Stück am besten dunkle Schokolade ist nicht nur gut für Herz und Kreislauf, sondern kurbelt durch seinen Serotonin-Gehalt auch das Schlafhormon an. Eine perfekte Mischung aus Schokolade und dem in der Milch enthaltenen Protein ist der Schoko-Pudding, genauso wie eine Tasse warme Schokolade.

 

5
Milch
Durch seinen Kalziumgehalt sorgt Milch für eine gute Fettverbrennung und versorgt den Körper außerdem mit dem Schlafhormon Melatonin. Das Glas Milch mit Honig war schon immer der Geheimtipp der Großmütter.

 

6
Geflügel
Es enthält genauso wie Sojabohnen, Cashew-­Kerne, Lachs und Hühnerei das Wundermittel Tryptophan.

 

7
Müsli
Der kalorienarme Frühstücksklassiker ist durch seine leichte Verdaulichkeit auch abends eine gute Wahl, vor allem wenn man ihn mit Milch zubereitet.

 

8
Quark, Feta, Frischkäse, ­Mozzarella
Alle Produkte zeichnen sich durch einen sehr geringen Anteil an Kohlehydraten aus und enthalten viel Eiweiß. Es sind gesunde Sattmacher, lassen überflüssige Pfunde purzeln und sorgen als Nebeneffekt für warme Füße.

 

9
Joghurt
Eine gute Wahl ist ein fettarmer Natur­joghurt, der den Magen beruhigt und den Körper mit Proteinen versorgt. Er kann zum Beispiel mit Haferflocken genossen werden.

 

10
Gemüse
Gekocht, gegart, roh oder als Suppe – Gemüse darf immer auf den Tisch. Kombiniert mit einem Quark-/Joghurt-Dip mit Kräutern lassen sich die Vorteile sogar bündeln.

 

Bild oben: rpb-Geschäftsführer Carsten Raabe (l.) mit einem Teil seiner Mitarbeiter: Die rpb-Ingenieure für Energie- und Gebäude­technik GmbH in Köchingen im Landkreis Peine ist bekannt für ein gutes Betriebsklima. »Was sorgt im Unternehmen für gute Laune?«, fragten wir den Geschäftsführer Carsten Raabe. »Das wir respektvoll miteinander umgehen sowie offen und ehrlich miteinander kommunizieren«, so Raabe. Das sei schon deshalb erforderlich, weil in einer Ingenieurgesellschaft strukturiert und detailgenau gearbeitet werden müsse. »In deutschen Unternehmen wird im Allgemeinen viel zu wenig gelobt, dabei kann ein ehrlich gemeintes und vor anderen ausgesprochenes Lob die Mitarbeiter enorm beflügeln.« Die Ergebnisse der AOK-Studie seien unerlässliche Voraussetzungen für ein gutes Betriebsklima. jh
geschrieben von  wo