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fm-siebdruck aus Salzgitter: ganz schön anziehend Mittwoch, 01 März 2017 09:15 Foto: Jörg Scheibe

fm-siebdruck aus Salzgitter: ganz schön anziehend

Wie das Leben manchmal so spielt. Eigentlich war Bettine Schulz nach Salzgitter gefahren, um die fm-siebdruck GmbH als Kunden zu gewinnen. Ein paar Jahre ist das her, als sie Angestellte einer Textilagentur war. Und heute? Ist sie die geschäftsführende Mitgesellschafterin von fm-siebdruck – und kurz davor, Inhaberin des Unternehmens zu werden.



fm-siebdruck, beheimatet im Gewerbegebiet Peiner Straße in Salzgitter-Engelnstedt, ist eine Textildruckerei und -stickerei. Das Unternehmen hat eine ganze Reihe von Druckverfahren im Angebot, darunter Sieb-, Digital-, ­Transfer- und Flockdruck. »Wir veredeln Markentextilien, um damit Kunden aus zum Beispiel Gas­tronomie, Handwerk und Handel einzukleiden«, sagt Bettine Schulz.

»Einen bleibenden Eindruck hinterlassen«

T-Shirts, Polohemden und Jacken, Westen, Mützen und Schürzen, Handtücher und Taschen: All das und noch viel mehr kann bei fm-siebdruck erworben werden. Die Auftrag­geber lassen so gut wie jedes Textil im Corporate Design bedrucken oder besticken, um im Arbeitsleben mit Logo & Co. gut auszusehen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

»Kleine und große ­Auflagen«

Und das in kleiner oder großer Auflage: »Wir haben auch schon 100 000 Baumwolltaschen und 300 000 Schals veredelt«, sagt Bettine Schulz. Lagerhaltung, Versand, Bestandsführung – auch das gehört zum Leistungsumfang von fm-siebdruck. Genauso wie das Designen, um den Textilien im Hinblick auf Material, Schnitt oder Farbe eine besondere, individuelle Note zu geben.

Das Kürzel fm – das steht für Friedhelm ­Mozbäuchel, der das Unternehmen im Jahr 1980 gründete; und der in den neunziger Jahren, nachdem sich das Geschäft immer besser entwickelt hatte, in der Nähe der A 39 ein Grundstück kaufte, das heute der Sitz von fm-siebdruck ist und rund 750 Quadratmeter Platz bietet.

Als der Gedanke in ihm reifte, dass es Zeit sei, sich um die Unternehmensnachfolge zu kümmern, stand eines Tages Bettine Schulz vor der Tür. »In den meisten Fällen ist es nicht einfach, einen geeigneten Nachfolger zu finden«, sagt Friedhelm Mozbäuchel, »dass wir beide uns dann einfach so über den Weg laufen, muss eine Fügung gewesen sein«, sagt er lachend.

»Das Geschäft lebt von der erfolgreichen ­Kunden­akquise«

Der Kontakt zwischen Friedhelm Mozbäuchel und Bettine Schulz riss nicht mehr ab – im Gegenteil. In der 36-Jährigen erkannte der Inhaber die richtige Kandidatin, um die Geschicke seines Unternehmens in Zukunft zu lenken. Die staatlich geprüfte Kommunikations­wirtin, ausgestattet mit einer ausgeprägten Vertriebs-Expertise, »hat eine besondere Begabung, mit Menschen umzugehen«, sagt der 64-Jährige. Was für das Geschäft von fm-siebdruck, das von der erfolgreichen Kundenakquise lebt, nur gut ist.

Seit zwei Jahren gehört Bettine Schulz zum Team von fm-siebdruck. »Genügend Zeit, um langsam in meine neue Rolle hineinzuwachsen«, sagt sie. Was den Vertrieb angeht, macht ihr zwar niemand etwas vor. Um aber alles über Druck- und die Sticktechniken zu lernen, erwiesen sich die vergangenen Monate als wertvoll. »Wenn ich die Textilien auch nicht selbst veredle: Ich muss im Detail wissen, wie die Verfahren funktionieren.«

»Deutschlandweit großer Kundenkreis, aber ...«

Was ihr wichtig ist? »Deutschlandweit haben wir einen großen Kundenkreis. Wenn es aber im Besonderen um unsere Region geht, können wir noch viel bekannter werden. Diese Aufgabe steht ganz oben auf der Liste.« Viele Ideen hat sie bereits umgesetzt. Frischer Anstrich für die Webseite, neuer Newsletter: »Seitdem sie ihre Vorstellungen einbringt, hat das Unternehmen den Umsatz und den Ertrag gesteigert. Das ist auch ihr Verdienst«, betont Friedhelm Mozbäuchel.

Ob er Angst vor dem Tag hat, an dem er nach fast vierzig Jahren sein Unternehmen loslassen wird? Nein, sagt Friedhelm Mozbäuchel, »ich habe ja schon angefangen loszulassen.« Anstatt bis spät in den Abend zu arbeiten, wie es viele Jahre lang die Regel war, geht er nun früher nach Hause. Um an seinen Klavier- und Keyboardfertigkeiten zu feilen und mit der Salzgitteraner Band The Gang Oldies, Rock- und Popsongs zu proben.

Vor ein paar Wochen ist Bettine Schulz zur geschäftsführenden Gesellschafterin berufen worden. Und im kommenden Jahr, so der Fahrplan, wird sie die kompletten Gesellschaftsanteile übernehmen. ­Bettine Schulz freut sich darauf: »So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben.«
geschrieben von  boy