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Wie die Fahrschule Smile den Sprung nach ganz vorn geschafft hat Donnerstag, 01 Mai 2014 00:00 Foto: Jörg Scheibe

Wie die Fahrschule Smile den Sprung nach ganz vorn geschafft hat

Von null auf eins in kurzer Zeit: Nur drei Jahre nach ihrer Gründung hat sich Smile nach eigenen Angaben zur größten Fahrschule Braunschweigs aufgeschwungen. Jörn Siegel und Jennifer ­Beckmann heißen die beiden Inhaber. Ihre bedeutendste Aufgabe in den kommenden Wochen: das Wachstum in die richtigen Bahnen zu lenken.

Denn möglich gemacht hat den Sprung nach vorn die Übernahme der zwei Fahrschulen Schmidt und Berger Ende März. Smile, Schmidt, Berger – »für uns ist es nun wichtig, die Kompetenzen der drei Fahrschulen zusammenzufassen«, sagt Jörn Siegel.

»Wir beschäftigen 17 ­Fahrlehrer«

Gemeinsam mit seiner Kollegin hatte er Smile im Jahr 2011 gegründet und Standorte in der Auguststraße in der Innenstadt, in Weddel und in Volkmarode aufgebaut. Dass sie nach dem Kauf der beiden Fahrschulen nun insgesamt 17 Fahrlehrer beschäftigen, ist in seinen Augen ein logischer Schritt. »Von Anfang an hatten wir im Hinterkopf, uns zu vergrößern«, erzählt er. Der 40-Jährige und Jennifer Beckmann sind selbst Fahrlehrer. Bevor sie ihr eigenes Unternehmen gründeten, hatten sie bei der Fahrschule Seela zusammengearbeitet.

»In diesem Jahr bringen wir 500 Menschen das ­Autofahren bei«

Kerngeschäft von Smile ist die Führerscheinausbildung – zum Fahren von Moped oder Lkw und in erster Linie natürlich von Autos: 60 Prozent des Geschäfts macht der Pkw-Führerschein aus. Rund 500 zumeist jungen Menschen wird Smile das Autofahren in diesem Jahr beibringen. Nach welchen Kriterien die sich ihre Fahrschule aussuchen? Nicht nach der Anzahl der PS, der Höchstgeschwindigkeit auf dem Tachometer und auch nicht nach der Automarke, sagt ­Jennifer Beckmann. Ob sie nun am Lenker eines VW, Fords oder Volvos sitzen, sei ihnen im Grunde egal. »Junge Leute orientieren sich daran, wo ihre Freunde den Führerschein machen. Und sie finden eine Fahrschule dann gut, wenn ihnen der Fahrlehrer gefällt«, erzählt die 29-Jährige.

»Das Beste aus drei ­Fahrschulwelten«

Zum Angebot von Smile zählt auch die Aus- und Weiterbildung im Beruf. Die Fahrschule ist zertifizierter Bildungsträger. Das heißt, dass sie in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und Bildungseinrichtungen Integrations- und Qualifizierungsmaßnahmen leistet – zum Beispiel zum Berufskraftfahrer oder auch zum City-Logistiker, der Experte für den Warentransport im Stadtverkehr ist. Vier Monate dauern diese Ausbildungen, im Anschluss folgt ein zweimonatiges Praktikum in einem Unternehmen. Auch Fortbildungen wie Gabelstapler- und Ladekranausbildung gehören zum Leistungs­umfang von Smile.

»Wichtigster Kundenkreis: die Smartphone-­Generation«

Die Kompetenzen der drei Fahrschulen zusammenfassen – was heißt das aus Sicht der beiden Inhaber? »Wir werden auf keinen Fall alles umkrempeln«, sagt Jennifer Beckmann; die Namen – Fahrschule Schmidt und Berger – ändern sich nicht, sie bleiben unter dem Dach von Smile bestehen. Wichtig ist ihnen, »dass wir uns als neue Inhaber in die Arbeitsabläufe integrieren.« Und sie wollen aus drei Fahrschulwelten das Beste ausfindig machen und so einen Mehrwert für alle erzielen.

schmidt_550.jpgDenn jede Fahrschule habe etwas zu bieten, was allen dreien gut zu Gesicht stünde, sagen sie. Unterricht bei Smile zum Beispiel bedeutet, dass die Schüler am Smartboard Filme und Animationen anschauen und auf dieser interaktiven Digital-Leinwand mit ihren Fingern schreiben und zeichnen können, um Verkehrssituationen darzustellen und zu lösen.

Auch eine App ist im Einsatz: Mit ihr können Fahrschüler daheim in Text, Bild und Film Fragenkataloge durcharbeiten, theoretische Prüfungen nachahmen und ihren Lernerfolg kontrollieren. Sein wichtigster Kundenkreis sei nun einmal die »Computer- und Smart­phone-Generation«, sagt Jörn Siegel, na klar müsse er den jungen Leuten etwas bieten.

Eine große Rolle beim Zusammenwachsen der drei Fahrschulen spielen die Mitarbeiter. In diesen Tagen nehmen Jörn Siegel und Jennifer ­Beckmann die Personalakten genau unter die Lupe und führen viele Gespräche. Wo liegen die Fähigkeiten der Fahrlehrer? Und ganz wichtig: Welche ihrer Talente lassen sich weiter ausbauen? Nach Ansicht des Inhaber-Duos stecken im Mitarbeiterteam viele Möglichkeiten, mit denen sich das Angebot von Smile erweitern lässt.

Seminare zur Vorbereitung auf die medizinisch-psychologische Untersuchung und Kurse für die Ausbildung zum Fahrlehrer: Auch in diese Richtung will sich Smile entwickeln – immer mit Blick auf die eigenen Kräfte. Jörn Siegel: »Wir sind sehr darauf bedacht, unsere Angestellten in all unsere Pläne einzubeziehen.«

Bild oben: Jennifer Beckmann und Jörn Siegel betreiben die drei Fahrschulen Smile, Schmidt und ­Berger.

geschrieben von  boy