Unsere Partner
Batterieforscher Professor Martin Winter mit Braunschweiger Forschungspreis ­ausgezeichnet Donnerstag, 29 Dezember 2016 09:52 Foto: oh

Batterieforscher Professor Martin Winter mit Braunschweiger Forschungspreis ­ausgezeichnet

Der Chemiker und Materialwissenschaftler Professor Martin Winter wurde am 9. Dezember mit dem Braunschweiger Forschungspreis ausgezeichnet. Die Verleihung würdigt die herausragenden Forschungsleistungen des 51-Jährigen auf dem Gebiet der Batterietechnologie und Materialforschung. Seine Arbeit ist eine grundlegende Voraussetzung für die Zukunft der Mobilität und der Elektromobilität. Winter leitet das MEET Batterieforschungszentrum an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zugleich ist er Gründungsdirektor des 2015 gegründeten Helmholtz-Instituts Münster.

Der Braunschweiger Forschungspreis wird für herausragende interdisziplinäre Forschungsleistungen vergeben, die Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vernetzen. Stifterin des Preisgeldes in Höhe von 30 000 Euro ist die Stadt Braunschweig. Preisträger Martin Winter erforscht die Leistungsfähigkeit von Batterien als Energiespeicher – aus der Perspektive der Materialwissenschaften. »Mit leistungsfähigen Batterien große Mengen Energie über lange Zeiträume zu speichern, ist eine zentrale Zukunftsfrage – nicht nur für die Elektromobilität, sondern für die Mobilität insgesamt. Aus den Antworten darauf erwachsen vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Die Energiewende, also der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung, ist ein zentrales gesamtgesellschaftliches Thema, das uns alle betrifft. Daraus leiten sich zahlreiche ökologische, wirtschaftliche, finanzielle, aber auch soziale Herausforderungen ab, auf die wir reagieren müssen«, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth, der Vorsitzende der sechsköpfigen Jury. »Weil die Batterieforschung zugleich eine zentrale Forschungskompetenz der Wissenschaftsregion Braunschweig ist, wird die Arbeit von Professor Winter mit dem Braunschweiger Forschungspreis honoriert.«

TU-Präsident Professor Jürgen Hesselbach unterstrich: »Wir zeichnen einen international hochrenommierten Spitzenwissenschaftler aus.« Winters Forschungen zur Batterietechnologie, insbesondere zum Zellsystem sowie zu nanostrukturierten Anoden und Elektrolyt­additiven, seien richtungweisend für den gesamten Forschungszweig. »Die Forschung steht in engem Zusammenhang zur Braunschweiger Batterieforschung. Mit Braunschweig und der Region verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Er hat die frühe Einbindung der Braunschweiger Verfahrenstechnik in die bundesweite Forschungslandschaft für die Batterieproduktion und das Batterierecycling gefördert und Braunschweigs Position in der Batterieproduktionstechnik maßgeblich gestärkt.«

Laudator Herbert Zeisel, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Bildung und Forschung, bezeichnete Professor Martin Winter als »Papst der Batterieforschung«. Er sei mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet, nun aber erstmals mit einem deutschen Forschungspreis. »Wäre es nicht toll, wenn das ein Vorläufer für den Nobelpreis wäre?«

geschrieben von  wo