Unsere Partner
Horst Beyrich 70 Jahre Montag, 06 März 2017 09:31 Foto: Jörg Scheibe

Horst Beyrich 70 Jahre

»Beyrich unternehmerisch in Hochform«, »­Beyrich über den Reichtum des Lebens«, »­Beyrich als Edelstatist am Opernhaus Hannover«: Mit geflügelten Worten, Zitaten und plakativen Überschriften könnte man ein ganzes Buch füllen. Dass er viel Sinn für Humor hat und gern lacht, wäre total untertrieben. Er beherrscht alle Facetten des vorder- und hintergründigen Humors, kann aber auch blitzschnell »umschalten«, und die Attitüde des Staatsmanns einnehmen. Diese Lockerheit, die eigentlich den »Reichtum eines Unternehmerlebens« ausmachen sollte, beherrschen nur wenige.

Der Name Beyrich hat in Braunschweig einen guten Klang. Sein »Kerngeschäft« hat er als erfolgreicher Unternehmer gemeinsam mit seinem Sohn Maximilian immer im Blick – mit scharfer Zunge, einer Prise Ironie, viel Witz und vor allem der Frische eines jugendlichen Start-up-Unternehmers. Da wird also unternehmerisch noch etwas kommen. Es könne durchaus sein, hat er in der IHK-Zeitschrift einmal gesagt, dass er noch mit 89 in seinem Büro anzutreffen sei, auch wenn er dann nur noch die Funktion eines Frühstücksdirektors habe.

Horst Beyrich, Architekturpreisstifter und Mitglied im Braunschweigischer Hochschulbund, spricht gern über den Reichtum des Lebens, darüber, wie sehr er es genießt, als »Älterer« mit jungen Menschen zusammen zu sein. Drei Studenten der TU Braunschweig stellte er an seinem Geburtstag vor: Leonie Heinze (Physik), die im letzten Jahr mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet wurde, sowie Anouschka Esselun (Medientechnik und Kommunikation) und David Simmert (Integrierte Sozialwissenschaften), die beide ein Deutschland-Stipendium der TU Braunschweig erhielten.

Seine Feier zum 70. am 1. Februar im Braunschweiger Restaurant Zucker war ein Spiegel seiner Beliebtheit. Horst Beyrich rief und alle kamen. Er machte an diesem Abend aus seiner Bewunderung für das Theater und die Schauspielkunst keinen Hehl. »Ich wollte eine Schauspielerin heiraten. Was habe ich bekommen: eine Lehrerin«, sorgte er in seiner typisch trockenen Art für große Heiterkeit, um im gleichen Moment wieder nachdenklich zu werden. Albert Schweitzers Lambaréné habe er dreimal gelesen und seine Mathenote im Abitur sei durchaus verbesserungsbedürftig gewesen.

Er sei heute froh, als junger Mensch nicht zum Theater gegangen zu sein. »Ein Schauspieler muss auf den Punkt da sein. Als Unternehmer kann man schon mal danebenliegen.« Es wird durchaus nach seinem Geschmack gewesen sein, dass ihm seine Tochter Katharina »zehn weitere wilde Jahre« wünschte.
geschrieben von  wo