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Dehoga-Neujahrsempfang: Fachkräftemangel dämpft positive Geschäftsaussichten

Trotz Umsatzsteigerungen blickt das Gastgewerbe mit zunehmender Sorge in die Zukunft. Beim Neujahrsempfang des Dehoga-Kreisverbandes Braunschweig-Wolfenbüttel berichtete der Vorsitzende Carius Novàk, dass einzelne Gaststätten aufgrund Personalmangels Öffnungszeiten verringern müssen. Junge Menschen zeigten bei der Berufswahl zu wenig Interesse an einer Ausbildung in der Gastronomie. Nach seiner Einschätzung wird sich dieser Trend auch zukünftig nicht aufhalten lassen. Positiv entwickelt sich indes die Hotellerie, die mit zusätzlichen Bettkapazitäten immer mehr Menschen in Braunschweig übernachten lässt. Gemeinsam mit dem Arbeitsausschuss Innenstadt und dem Arbeitsausschuss Tourismus in Braunschweig plädiert Novàk für die Errichtung eines Kongresszentrums und die Ausweitung neuer Tagungsmöglichkeiten.

Carius Novàk und Hermann Kröger, Präsident des Dehoga-Landesverbandes Niedersachsen, warnten in ihrer Rede vor der Einführung der sogenannten Hygiene-Ampel im Zutrittsbereich von Gaststätten und Restaurants. Beide betonten, dass die vielseitigen und vor Ort überprüften Hygienevorschriften nicht in einem einzelnen grünen, gelben oder roten Punkt wiedergegeben werden können, und vor allem zur Stigmatisierung jener Betriebe führen, die keinen grünen Punkt erreichten oder das Ergebnis der Kontrollen nicht veröffentlichten.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hob in seinem Grußwort die Weiterentwicklung des Tourismusstandortes Braunschweig und die stärkere regionale Zusammenarbeit mit Wolfenbüttel hervor. Die Wiedereröffnung des Herzog-Anton-Ulrich-Museums, die Installation des Licht-Parcours und die Veröffentlichung des Merian-Reisemagazins 2016 erhielten über­regional positive Resonanz, die den Kulturtourismus nachhaltig stärken wird. Zur Erweiterung des Kongress- und Tagungsangebotes in Braunschweig soll ab 2019 die Stadthalle modernisiert werden.

IHK-Vizepräsident Joachim Wrensch bestätigte die schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Wirtschaftsraum Braunschweig und gab die jüngste Ausbildungsstatistik bekannt. In den Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes konnten bis November 2016 nur noch 207 Ausbildungsverträge abgeschlossen werden – ein Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Angesichts der anhaltend sinkenden Bewerberzahlen konnten erneut nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden. In diesem Rahmen warb er für ein noch stärkeres Engagement bei der Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung und der Integration von Flüchtlingen im Arbeitsmarkt. Die IHK Braunschweig unterstützt in allen Fragen rund um die Beschäftigung beider Zielgruppen. In seinem Grußwort würdigte Joachim Wrensch besonders den Dehoga-­Bezirksvorsitzenden Thomas Pfeifer für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement und seine vertrauensvolle Verbundenheit zur IHK Braunschweig.

geschrieben von  Sch