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Mühle Rüningen ­verdoppelt Marktanteil Dienstag, 28 Februar 2017 13:28 Foto: Jörg Scheibe

Mühle Rüningen ­verdoppelt Marktanteil

Zur Mühle Rüningen gehören nach der Übernahme durch den Familienunternehmer Stefan Engelke im Herbst 2014 auch Mühlen in Ringelheim, Gelsenkirchen und Celle mit einer Jahresproduktion von 750 000 Tonnen Mehl, davon 350 000 in Braunschweig. Engelke hat den Namen (»Südhannoversche Mühlenwerke«) und den Hauptsitz (Ringelheim) seines Unternehmens zugunsten von Braunschweig aufgegeben. »Die Mühle Rüningen ist eine der größten in Deutschland und das älteste Unternehmen in Niedersachsen«, erläuterte Stefan Engelke am 23. Januar im Gespräch mit IHK-Präsident Helmut Streiff seine Entscheidung für Braunschweig als neuer Zentrale.

Dem Erwerb durch Engelke war bereits ein Eigentumswechsel vorausgegangen. Die zum Neusser Mischkonzern Werhahn gehörende Mühle Rüningen war zunächst von Bindewald & Gutting (B & G) übernommen und nach wenigen Monaten wieder verkauft worden. »Die Mühle Rüningen ist für uns ein Glücksfall«, freut sich Stefan Engelke, »wir haben kaum Überschneidungen mit dem bisherigen Kundenstamm.«

Die Marke »Rüningen – Das Mehl« habe durch die hervorragende Qualität den besten Ruf in der Branche. Auch das sei ein wichtiges Argument für den neuen Firmennamen »Mühle Rüningen Stefan Engelke GmbH« gewesen. Bei der 700 Jahre alten Mühle in Braunschweig würden 150 verschiedene Mehlsorten produziert. Der größte Teil gehe an Großbäckereien, Bäckereiketten, Keks- und Süßwarenhersteller und den Lebensmittelhandel sowie an die Stärke­industrie.

Der Umsatz hänge stark vom Auf und Ab der Getreidepreise ab und bewege sich zwischen 150 und 200 Millionen Euro. Ein Großteil der 125 Mitarbeiter sei in Braunschweig tätig. Den Marktanteil in Deutschland beziffert er mit 10 Prozent. Die Familie Engelke betreibt Mühlen bereits in der 11. Generation.jh


Bild oben: Stefan Engelke (l.) mit IHK-Präsident Helmut Streiff. Foto: Jörg Scheibe
geschrieben von  jh