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Immobilienfrühstück: 5000 neue Wohnungen bis 2020

Wohnungsbau und Digitalisierung: Das waren die Kernthemen beim 13. Immobilienfrühstück auf Einladung von BS|Energy und der Braunschweig Zukunft GmbH. Mitte Februar stellte Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa rund 140 Gästen im Tresor am Bankplatz die städtische Wohnbauoffensive »5000 neue Wohnungen bis 2020« vor und berichtete über Pläne, den Breitbandausbau voranzubringen.

»Die Stadt möchte urbane, gemischte Quartiere entwickeln, in denen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Kultur eng miteinander verbunden sind – durch Neubau in großen und auch kleinen Projekten«, so Gerold Leppa. Bis 2020 werde Planungsrecht für 1300 Wohneinheiten im Einfamilienhausbau und 3700 im Geschosswohnungsbau geschaffen. Bevorzugt werden dabei Quartiere, in denen bereits Infrastruktur vorhanden oder zumindest geplant ist. Auch in der Kernstadt gebe es geeignete Flächen, etwa im Bereich der Ringgebiete. Neue Potenziale könnten aber auch durch die Umnutzung von Brach- und Gewerbeflächen, Verdichtung und Baulückenschließung erschlossen werden. Beim Wohnungsbau in Außenbereichen behalte die Stadt die Vernetzung mit dem Umland im Blick. Leppa machte deutlich, dass die Immobilienwirtschaft trotz gestiegener Baupreise auch preiswerten Wohnraum schaffen müsse. Er warb um Unterstützung für das »Kommunale Handlungskonzept für bezahlbares Wohnen in Braunschweig«, um sozialen Wohnungsbau auch auf privaten Flächen zu erreichen.

Die Stadt und die Immobilienwirtschaft arbeiteten gut zusammen, so der Wirtschaftsdezernent. Dies zeige sich beispielsweise an stadtbildprägenden Projekten wie dem Kontorhaus samt Hotel, die am südwestlichen Eingang zur Innenstadt einen markanten Akzent setzen. Mit dem BraWoPark habe sich zudem die Erwartung einer attraktiven Gestaltung des Bahnhofquartiers erfüllt. Auch das Lilienthalhaus am Forschungsflughafen werde solch ein großer Wurf.

Zur Digitalisierung sagte Gerold Leppa, die Stadt wolle Fördermittel von Bund und Land akquirieren, die bisher nur für den ländlichen Raum verfügbar waren, um den Breitbandausbau voranzutreiben. Gemeinsam mit der Braunschweig Zukunft GmbH habe man ein Markterkundungsverfahren ausgeschrieben, das Voraussetzung für eine Förderung ist. Braunschweig sei zwar grundsätzlich gut mit Datenleitungen ausgestattet und der Provider htp rüste in Kooperation mit BS|Energy Braunschweiger Neubaugebiete mit Glasfaserkabel aus. In einigen älteren Gebieten müsse man jedoch Lücken schließen.

Gastredner Dr.-Ing. Harald Schrom vom TU-Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze machte deutlich, dass die Immobilienwirtschaft stark von der Digitalisierung von Informationen betroffen ist. Er stellte praxisnahe Forschungsergebnisse vor, die für vielfältige Anwendungen genutzt werden könnten: zum Energie- und Ressourcen­sparen, zur Steigerung des Komforts und der Sicherheit, zum umgebungsgestützten Wohnen und zur Vorbeugung von Bauschäden in robuster Technik. Die gängigen Anwendungen, die unter den Begriffen Smart Home oder Smart Building firmieren, unterlägen indes so raschen Innovationszyklen, dass sich dies bei der Wohnungswirtschaft als Investitionshindernis auswirke.

geschrieben von  wo