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IHK gründet Arbeitskreis »Medien« Dienstag, 04 April 2017 08:57 Foto: Frank Bierstedt

IHK gründet Arbeitskreis »Medien«

Die Region Braunschweig verfügt durch namhafte Verlage und Agenturen sowie zahlreiche Institute der Hochschulen über eine vielfältige Medienlandschaft. Dies hat die IHK veranlasst, einen Arbeitskreis Medien zu gründen, um die Geschäftsführer und Medienexperten besser miteinander zu vernetzen und einen Erfahrungsaustausch über aktuelle Themen (Digitale Geschäftsmodelle, Urheberrecht usw.) zu pflegen. Darüber hinaus sollen mit Blick auf die Fachkräftesicherung die Möglichkeiten eines selbstbewussten und sichtbaren Standortmarketings erörtert werden.

Bei der konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises am 8. März in der IHK wurde Claas Schmedtje, Geschäftsführer des BZV-Medienhauses, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Dem neuen Arbeitskreis gehören derzeit 20 Geschäftsführer und Medienexperten an.

Bei der ersten Sitzung berichtete Claas ­Schmedtje über die rasante Entwicklung der BZ vom klassischen Zeitungshaus zum crossmedialen Medienhaus, das heute in Braunschweig 450 Mitarbeiter beschäftigt, davon 70 im Druckzentrum im Gewerbegebiet Hansestraße.

Die sieben Titel der BZ kommen nach den Worten von Claas Schmedtje zusammen mit dem Harzkurier und der Goslarschen Zeitung, bei der die BZ den Mantel liefert, auf eine verkaufte Auflage von 155 756. Damit würden täglich 436 000 Leser erreicht. Hinzu kämen sieben Anzeigen- und Lokalblätter mit einer wöchent­lichen Auflage von über 700 000 Exemplaren.

Die Digitalisierung habe das BZV Medienhaus stark verändert. Inzwischen gäbe es acht Nachrichten-/E-Paper Apps und sechs Magazin- bzw. Newsportale. Die Zahl der User bezifferte ­Schmedtje mit über 550 000.

Zum Geschäftsfeld des Joh. Heinr. Meyer Verlags, einem Ableger des BZV-Medienhauses, gehören darüber hinaus 32 Printmagazine, darunter »Standorte« und die IHK-Zeitschriften für Braunschweig und Magdeburg sowie drei Online-Portale. Im nationalen Vergleich liege das BZV-Medienhaus im oberen Drittel, was diversifizierte Produkte und zielgruppen­gerechte Vermarktung angeht.

Das digitale Angebot werde weiter ausgebaut. Als Beispiele nannte er die Newswall und die News-Box. Im Print- und Onlinebereich zusammen beschäftige das Unternehmen über 100 Redakteure. Den deutschen Tageszeitungen mache nicht nur der Auflagenrückgang zu schaffen, auch der Mindestlohn sorge für sinkende Renditen.

Bei der Diskussion um die Ziele des Arbeits­kreises gab es anschließend eine angeregte Debatte. Ergebnis: Der Arbeitskreis sollte unbedingt auch die überregionale Wahrnehmung der Region Braunschweig als Kreativ- und Medienregion im Blick haben. Dies sei am besten durch Leuchtturm-Projekte zu erreichen.

Bild ganz oben: Diskutierten engagiert über den Medien­standort Region Braunschweig (von links): Moritz Wille, Oliver Mette, Norbert Gabrysch, Martin Koschei, Sabine Sternberg, Wolfram Bäse-­Jöbges, Nina Malin Heroldt, Claas Schmedtje, Frauke Oeding-Blumenberg, ­Martin Bretschneider, Martin Burghartz und Peter Streilinger.

geschrieben von  jh