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Pilotprojekt soll ­Medikation von ­Patienten nach ­Krankenhausentlassung optimieren Freitag, 20 Oktober 2017 13:12 Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe

Pilotprojekt soll ­Medikation von ­Patienten nach ­Krankenhausentlassung optimieren

Mit dem Pilotprojekt »Pharmazeutisches Entlassungsmanagement« engagieren sich die Kassenärztliche Vereinigung Braunschweig, die Apothekerkammer Niedersachsen und das Klinikum Braunschweig gemeinsam zum Wohl ihrer Patienten. »Das Klinikum Braunschweig möchte mit seinen Partnern über die gesetzlich geforderten Regelungen zum Thema Entlassungs­management hinausgehen und einen Mehrwert für die Patienten, die niedergelassenen Ärzte und Apotheker bieten«, erläuterte Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert im Vorfeld. Hierbei gehe es vor allem um eine rechtzeitige Information des ambulanten Bereiches bezüglich der Medikation.

Entstanden ist die Projekt-Idee in einem Gespräch mit der Apothekerkammer. Hintergrund ist ein neuer Rahmenvertrag zum Entlassungsmanagement in Krankenhäusern, der zum 1. Oktober in Kraft getreten ist. Im Fokus dieses verbindlichen Rahmenvertrags zwischen dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, der kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Deutschen Krankenhaus­gesellschaft stehen die Bedürfnisse des Patienten. So wird an erster Stelle »die bedarfsgerechte, kontinuierliche Versorgung der Patienten im Anschluss an die Krankenhaus­behandlung« genannt. Hierzu gehört eine strukturierte und sichere Weitergabe versorgungsrelevanter Informationen. Das soll unter anderem mittels eines digitalen Medikationsplans erfolgen, den die Patienten auf Wunsch auch vom Klinikum Braunschweig erhalten. Das Besondere am Braunschweiger Pilotprojekt ist der Umstand, dass neben den niedergelassenen Ärzten zusätzlich die öffentlichen Apotheken mit eingebunden werden. Die Apotheker im Postleitzahlenbereich 38 werden den digitalen Medikationsplan ebenfalls auslesen und gegebenenfalls ergänzen und verändern können.

Bild oben: Gemeinsam informierten sie die niedergelassenen Ärzte und Apotheker über das neue Pilotprojekt (von links): Cathrin Burs (Vorstand Apothekerkammer Niedersachsen), Christopher Jürgens (Vizepräsident der Apothekerkammer Niedersachsen), Ines Eder (Bezirksapothekerin), Professor Dr. Jan T. Kielstein (Chefarzt der Medizinischen Klinik V des Klinikums Braunschweig), Hartmut Vaitiekunas (Chefapotheker des Klinikums Braunschweig), Dr. Oliver Marschal (Kassen­ärztliche Vereinigung), Magdalene Linz (Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen), Professor Dr. Stephan Scherneck (TU Braunschweig) und Dr. Thorsten Kleinschmidt (Kassenärztliche Vereinigung).

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