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Zu uns nach Clausthal kommt man auch aus Braunschweig Montag, 19 Dezember 2016 10:25 Foto: Frank Bierstedt

Zu uns nach Clausthal kommt man auch aus Braunschweig

1990 kauften Uwe und Marina Brandt das Hotel Zellerfelder Hof. Das zum Hotel gehörende Restaurant ist auf Steaks spezialisiert. Schon vorher war das Lokal ein Steakhaus und wurde in dieser Tradition weitergeführt. Uwe Brandt: »Wir haben die Speisekarte nicht wesentlich verändert.« Im Angebot sind Steaks vom Schwein und vom argentinischen Angus-Rind, das sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. »In den letzten Jahren hinzugekommen sind die Rindersteaks aus den USA.« Beef von Hereford- und Longhorn-Rindern aus Iowa. »Das Fleisch aus den USA ist qualitativ sehr hochwertig, zarter, aber auch wesentlich teurer als das argentinische.«

»Das Fleisch aus den USA ist qualitativ sehr ­hochwertig«

Marina und Uwe Brandt sind seit 1990 Steakhaus-Besitzer in Clausthal-Zellerfeld. Uwe Brandt: »Aber zur Gastronomie gekommen sind wir wie die Jungfrau zum Kind.« Uwe Brandt hat Kaufmann in Braunschweig gelernt, Marina Brandt arbeitete als Hauswirtschafterin in der Fachklinik am Hasenbach und bekam das Angebot, dort das Café zu leiten. »Wir saßen im Steakhaus in der Zellbachstraße, unserem Stammlokal, und besprachen die Sache. Da kam der Besitzer auf uns zu und sagte: ›Wollt ihr nicht etwas Vernünftiges machen? Ihr könnt meinen Laden kaufen.‹« Uwe und Marina Brandt waren spontan begeistert und managten das Lokal bis zum Kauf des Zellerfelderhofes 1998. Das heißt im Ganzen sechsundzwanzig Jahre Erfahrung in der Steakzubereitung. Uwe Brandt hat sich intensiv mit Fleischqualität und Rindermast auseinander­gesetzt und ist außerdem an den Wochen­enden der Mann am Grill.

»Im Harz isst man generell ein bisschen süßer«

Das Rumpsteak, well done – medium – english, wird einfach mit Kräuterbutter oder auch mit Käse und Schinken gefüllt serviert. Pikant ist auch das Pfeffersteak Spezial mit Pfeffersauce, frittierten Zwiebeln und Kräuterbutter. Die Beilagen zu Rib Eye und Hüftsteak sind wahlweise Pommes Frites, Kroketten, Kartoffelspalten oder eine Grillkartoffel mit frischem Kräuterquark sowie einem kleinen gemischten Salat. Marina Brandt: »Der Quark ist eher lieblich angerichtet, ein bisschen süßer als üblich. Im Harz isst man generell gern ein bisschen süßer.« Beliebte Beilagen sind zudem der Broccoli mit in Butter ge­rösteten Mandeln und der in Bierteig gebackene Blumenkohl.

Welche Gerichte laufen am besten? »­Eindeutig Spare Rips und Rumpsteaks.« Angeboten werden die Schweinerippchen mit Chinakohl, Knoblauchsauce, Fladenbrot und feurigem Dip. Uwe Brandt: »Die Rippchen sind toll. Ich esse sie ein- oder zweimal die Woche selber. Sie werden roh auf den Grill gelegt und mit unserem selbstgemachten Gewürz behandelt. Da sind tausend Zutaten drin.« Das Rezept ist selbstverständlich Betriebsgeheimnis. Lecker sind auch die Schweinefilet-Medaillons, wahlweise mit Currysoße, Mandelsplittern und gegrillter Ananasscheibe oder Champignonrahmsauce oder Pfeffersauce. Und das alles in einem ganz ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis! Und ob Currysauce, Pfeffersauce, Champignonsauce, Paprikasauce – alle Saucen sind hausgemacht.

Auch die Salate sind selbstredend frisch und selbstgemacht. Marina Brandt: »Wir haben unsere besondere Feldsalatmarinade und unsere Tomatensalatmarinade mit Walnussöl und Olivenöl.« Ob Rotkrautsalat, Karottensalat, eingelegte grüne Böhnchen, alles ist frisch und man schmeckt es! »Als gelernte Hauswirtschafterin habe ich unsere Küchenkräfte nach meinen Vorstellungen von gutem Essen instruiert und genau so wird es auch gemacht.« Die Gulaschsuppe und die Zwiebelsuppe sind selbstgemacht. Die (unvermeidliche) Currywurst wird eben nicht mit Ketchup serviert, sondern mit der selbstgemachten Paprikasauce. Uwe Brandt: »Es kommen wirklich Gäste in unser Steakhaus, um unsere Currywurst zu essen.« Der überbackene Camembert mit Preiselbeeren ist noch so ein Must have: »Der Klassiker für die Vegetarier.«

»Große Wertschätzung für das Steakhaus«

Uwe Brandt: »Wir haben hier vom Erst­semester-Studenten bis zum Professor und Präsidenten der Uni alles. Wir haben hier in Clausthal-­Zellerfeld Firmen, da kommt der Schrauber genauso wie der Chef.« Das verrät eine große Wertschätzung des Lokals. Es kommen Gäste aus Braunschweig und Umgebung, immerhin eine Stunde Autofahrt. »So zwei Mal im Jahr kommen zwei Pärchen aus Braunschweig. Die rufen vorher an und bestellen die ›Platte‹. Das sind dann mindestens 600 Gramm Fleisch pro Person vom Schwein und vom Rind, dazu die Folien­kartoffel.« Das sind üppige Portionen. Es kommen Motorrad­gruppen. Uwe Brandt ist selbst Motorradfahrer und bietet geführte Fahrten zu Sehenswürdigkeiten im Harz an. Die Biker übernachten dann im Hotel. »Wenn so richtig schlechtes Wetter ist, rufe ich an und frage, ob sie absagen wollen. Und dann bekomme ich zur Antwort. ›Nein, dann kommen wir eben nur zum Essen.‹ Das macht auch stolz!«

Uwe Brandt hat eine zuversichtliche Prognose für den Harz, für Clausthal-Zellerfeld, für sein Lokal: »Schon letztes Jahr war eine sehr gute Saison auch ohne Schnee und es wird jedes Jahr immer besser.«

www.steakhouse-harz.de

Bild ganz oben: Das Steakhaus im Zellerfelder Hof ist einen Besuch wert, auch ohne Schnee.
 

geschrieben von  maru