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Café Britannia: »Unsere Scones sind der Hit« Dienstag, 21 März 2017 14:30 Foto: Jörg Scheibe

Café Britannia: »Unsere Scones sind der Hit«

Im Sommer 2015 eröffneten Alexandre Newman und John Hickling das »Café Britannia«. Seitdem ist in Braunschweig die britische Küche mit ihrem Traditional English Breakfast, Fish and Chips, Toasted Sandwiches, Afternoon Tea mit Scones, Clotted Cream und Marmelade zu Hause. Alexandre Newman: »Unsere Scones sind der Hit. Für die Deutschen schmecken sie nach Urlaub, für die ­Engländer wie Heimat.«

Alexandre Newman ist gelernter Friseur und seit zwei Jahren Gastronom. »Das Leben ist manchmal witzig.« Seine Familie stammt aus Nord­irland, er wurde in Brasilien geboren, lebte dort bis Mitte Zwanzig und ist »seitdem ein bisschen unterwegs gewesen.« Seit dreizehn Jahren ist er nunmehr in Braunschweig sesshaft. »Ich glaube, es gibt etwas in der Luft von Braunschweig, dass man es nicht mehr von hier weg schafft.« Und es auch gar nicht will. »Hier habe ich mein Leben etabliert.« John Hickling ist in den Midlands geboren, in Leicester, und seit fünf Jahren in Deutschland. Er hat immer in der Gastronomie gearbeitet und auch in England ein englisches Café gehabt. Das »Café Britannia« ist seine Idee und sein Konzept: Breakfest, Luncheon, Afternoon Tea.

»Das Full English Breakfast ist ein Highlight«

Serviert wird Full English Breakfast mit Back Bacon aus dem Schweinerücken und Cumberland-­Würstchen, Baked Beans in Tomatensauce und Toast, Spiegelei, gegrillten Tomaten und Pilzen. »Das ist ein Highlight. Das hat man nicht jeden Tag.« Engländer essen auch nicht jeden Morgen English Breakfast. Zu aufwändig.

Zum Lunch muss ein Curry stets dabei sein, zum Beispiel Hähnchen-Curry mit Reis. Curry-Gerichte sind ursprünglich indisch. Alexandre Newman: »Ich glaube, inzwischen gibt es nichts Britischeres als ein Curry.« Komplett »Traditional English« sind dagegen die Fish and Chips: Frittierter Fisch, dick geschnittene Pommes, zerdrückte Erbsen, Tartar-Sauce und kleine Salatgarnitur. John Hickling hat einige Familienrezepte nach Braunschweig gebracht wie auch das Rezept des Bierteigs, der den Fisch ummantelt. Auf der Lunch-Karte steht als weiteres traditionelles britisches Gericht Corned Beef Hash: gehackte Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Lauchzwiebeln, Corned Beef, gebackene Bohnen, Cheddar Käse und gebratenes Ei.

Das »Café Britannia« bietet auch Burger an, ursprünglich amerikanisch, heute auf der ganzen Welt zu Hause. »Viele Leute kommen mittags auf einen Burger zu uns, weil das schnell geht.« Es gibt den Britannia Burger mit Chips und den vegetarischen Bürger mit Chips. »Die sind beide sehr beliebt und eine große Portion ist es auch.« Ein weiterer Klassiker ist der Pie: Beef mit verschiedenem Gemüse in Pastry-Teig. Seine englischen Biere bezieht das »Café Britannia« von der Brauerei Fuller’s in London. »Die haben preisgekrönte Biere und brauen nach alten Rezepten.« India Pale Ale, London Pride, Black Cab Stout, Honey Dew. »Ein ganz leckeres Sommerbier.«

»Zum Lunch ein Curry, Fish and Chips oder Corned Beef Hash«

Bestellt man den Traditional Afternoon Tea, bekommt man eine dreistöckige Etagere mit frisch hergestellten Sandwich-Streifen, Scones mit Clotted Cream und hausgemachter Marmelade sowie eine Auswahl von Backwaren wie den köstlichen süßen Käsetörtchen. Kännchen Tee oder Kaffee sind inklusive. »Vor ein paar Wochen haben wir ein kleines Catering für eine österreichische Fluggesellschaft gemacht, ein Afternoon Tea für ihre VIPs während des Fluges. Die waren super zufrieden.« John Hickling backt die Scones selbst und täglich, manchmal sogar mehrmals am Tag. Verkauft werden sie auch außer Haus. »Manche kommen und holen sich die Scones und Clotted Cream für ihren Nachmittagstee.« Scones werden aus Weizenmehl mit Backpulver gebacken, nicht mit Hefe. Es ist geschmacklich eine Mischung aus Brötchen und Kuchen. »Scones zu backen ist ein bisschen tricky. Wir haben Kunden, die sagen: ›Ich habe es versucht, aber ich gebe auf.‹«

Inzwischen ist das Café umgezogen und seit August 2016 Am Schlossgarten beheimatet, schräg gegenüber dem Kleinen Haus des Staatstheaters. »Der alte Laden war sehr schön, aber für uns zu groß. Es hat sich alles darin etwas verloren. Es war auch schwer, britisches Flair in den Raum zu bringen. Im neuen Café ist es kleiner und gemütlicher. Wir hören von unseren Gästen nur Positives.« Und britisches Flair hat das Café in Fülle: Eine Wandtapete mit Big Ben und Tower Bridge, überall ein großer oder kleiner Union Jack und in der Vitrine Porzellan: ein Memorial-Teller »Royal Wedding« Lady Di und Prince Charles, ein Original aus den 80ern. Doch im Mittelpunkt steht immer die Queen, die mit Sicherheit auch die Sitte des Fünfuhrtees pflegt. Das »Café Britannia« bietet unter anderem englische Cream Teas aus Devon und Cornwall an. »Die sind sehr beliebt.«

www.cafebritannia.de

Bild ganz oben: Alexandre Newman (links) und John Hickling haben ihr Café mit viel britischem Flair ausgestattet. In der Mitte: Molly.

geschrieben von  maru