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Harzkind: Ein Name wird zum ­Markenzeichen Mittwoch, 04 Januar 2017 09:07 Foto: Frank Bierstedt

Harzkind: Ein Name wird zum ­Markenzeichen

Unser Unternehmen betreibt drei Hotels in Kärnten und acht weitere an vielen schönen Orten in ganz Deutschland. Unser Herz aber schlägt für den Harz und wir freuen uns, dass es endlich Initiativen gibt, um das Selbst­bewusstsein der Harzer zu stärken.

»Schluss mit lustig« möchte man ausrufen, wenn man sieht, mit welcher Negativpresse der Harz zu kämpfen hat, ohne dass bisher jemand ­darauf reagierte. »Diese Stadt stirbt zuerst!«, schrieb ein dpa-Journalist in Anspielung auf den Anteil älterer Leute über Osterode. Und das ist nur ein Beispiel für negative Stimmungen und Presseartikel. Der Karren steckt fest. Da muss ein starker Name her, sagten sich drei Harzer und gründeten das Unternehmen Harzkind. Ihre Diagnose: Der Harz hat kein greifbares Image, der Harzer Bürger keine Harzer Identität und deshalb auch kein Harzer Selbstbewusstsein.

Die Zielgruppe der Initiative um Dietrich Kühne: vor allem die Harzer selbst, die Hierbleiber! Aber auch alle Harzkinder in der Welt (Weg­gezogene, die sich in ihrer neuen Heimat immer noch als Harzkind fühlen), Heimkehrer, Zuzügler und nicht zu vergessen: Harzkinder »auf Zeit« (­Touristen).

Wer die Begeisterung für den Harz entfachen will, muss möglichst viele mitnehmen, das wissen auch die Initiatoren von Harzkind. Das Ergebnis ihrer Hartnäckigkeit: Mehrere Kooperationen, zum Beispiel mit einem Wirtschaftsverband sowie der Einharz-Initiative und dem Harzklub. Ein Harzkind Mode-Label wurde entwickelt, hergestellt in Harzer Manufakturen. Es gibt einen www.harzkind-shop.de, in dem täglich Menschen aus ganz Deutschland einkaufen, und es gibt neben vielen anderen Aktionen das Projekt »Harz­landung« (Tagesreisen in den Harz).

Dies zeigt: Kreativität ist die Überwindung der Gleichgültigkeit. Und dann merkt man schnell, dass man offene Türen einrennt: Profi-Sportler tragen das Logo »Harzkind« auf ihrem Shirt (ohne Geld zu verlangen). Ein Unternehmen ordert 600 Tassen mit der Aufschrift »Home is where your Harz is« als Geschenk für die Mitarbeiter, um die Bindung zur Region zu fördern. Ein Getränke-Hersteller wird im Februar ein Harzkind-Getränk auf den Markt bringen, um die Heimatliebe zu stärken. Tatsächlich – nichts läuft von selbst – aber wenn wir die Ärmel hochkrempeln …

Bitte beachten Sie auch unsere »Titelstory«.

Bild oben: Karina Dörschel, Geschäftsführerin der ­Sonnen­hotels, Goslar, ist begeistert von der ­Initiative »Harzkind«.

geschrieben von  wo