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Unternehmen mit ganz starker Vorbildfunktion Mittwoch, 24 Mai 2017 15:45 Foto: Peter Pohl

Unternehmen mit ganz starker Vorbildfunktion

Welche Rolle spielt ein Unternehmen für die Gesellschaft neben der Erfüllung des betriebswirtschaftlichen Zwecks? Das ist für mich eine der wesentlichen Fragen unserer Zeit, im Besonderen mit Blick auf die aktuelle Werte-Diskussion und die Akzeptanz der Sozialen Marktwirtschaft. Immer mehr, vor allem mittelständische Unternehmen erkennen, wie wichtig es ist, sich nicht nur auf das betriebswirtschaftliche Pflichtprogramm zu konzentrieren, sondern sich auch in der Gesellschaft zu verankern. Bei dem, was viele Unternehmer heute schon für Mitarbeiter und Gesellschaft leisten, müsste der Berufsstand auf der Prestigeskala eigentlich ganz oben stehen.

Mir wird das immer wieder deutlich, wenn ich die vorbild­lichen Projekte bei der Bewerbung um den IHK-Sozialtransferpreis sehe. Um es klar zu sagen: Ein Unternehmen ist zunächst mal dann wertvoll, wenn es erfolgreich arbeitet und zufriedene Kunden und Mitarbeiter hat. Übernimmt das Unternehmen ­darüber hinaus soziale Verantwortung, erfüllt es eine ganz starke Vorbildfunktion. Ich finde es ungeheuer notwendig, dass sich noch mehr Unternehmen in dieser Weise einsetzen und durch persönliches Engagement soziale, gesellschafts- und umwelt­politische Vorhaben voranbringen.

Schon Albert Einstein wusste: »Alles Große in der Welt geschieht nur, weil einer mehr tut als er muss.« Kein Unternehmen wird zu sozialer Wärme, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung gezwungen – im Gegenteil, es handelt sich um vorbildliches Engagement aus eigenem Antrieb.

In der Öffentlichkeit entsteht zuweilen der Eindruck, dass es Führungskräften vor allem um die Sicherung der eigenen Privilegien geht. Dieses Unternehmerbild entspricht, was den Mittelstand angeht, aber einfach nicht den Tatsachen. Viele ­Mittelständler engagieren sich in vorbildlicher Weise und in einem erstaunlichen Umfang. Leider ist das der Bevölkerung viel zu wenig bekannt. »Das müssen wir ändern«, haben wir uns 2010 bei der Einführung des Sozialtransferpreises der IHK gesagt.

Bild oben: Harald Tenzer, Jury-Vorsitzender des IHK-­Sozialtransferpreises, findet es »ungeheuer ­notwendig«, dass noch mehr Unternehmen gesellschaftliche ­Verantwortung übernehmen.
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