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Eine ehrliche Schuldenbilanz

schulden_520.jpgEine aktuelle Studie der Stiftung Markt­wirtschaft, die neben den offiziellen Staatsschulden auch die verdeckten Schulden (wie etwa die Ansprüche an das Renten- und Gesundheitssystem) für den Zeitraum bis 2060 untersucht hat, kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Danach steht Italien von allen zwölf Gründungsmitgliedern der Euro-Zone langfristig am besten da. Und der Musterknabe Luxemburg gehört zu den Schlusslichtern. Deutschland schafft es, mit Staatsschulden von 192,6 Prozent des Brutto­inlandsproduktes auf Platz 2.

Gleichwohl ist das Ergebnis wenig beruhigend, da auch Deutschland seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt hat und mit einem offiziellen Schuldenstand von 83,2 Prozent weit über dem Maastricht-Kriterium von 60 Prozent liegt. Das bei langfristiger Betrachtung gute Abschneiden von Italien ist darauf zurück­zuführen, dass das Gesundheitssystem billiger ist, die tatsächlich gezahlten Renten niedrig sind und Hilfen für den Fall der Pflege nicht existieren, zitiert das Handelsblatt den Freiburger Ökonomen und Gutachter der Studie, Bernd Raffelhüschen, der klarstellt, dass Italien aber kurzfristig ein akutes Schuldenproblem zu lösen habe.

geschrieben von  jh