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Grenze für gering­wertige ­Wirtschaftsgüter wird auf 800 Euro ­angehoben

Mehr als 50 Jahre hat es gedauert! Jetzt haben sich, wie der Bund der Steuerzahler berichtet, die Koalitionsfraktionen darauf verständigt, die Grenze für so genannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) von 410 Euro auf 800 Euro anzuheben. Davon profitieren Unternehmer, die kleine Anschaffungen direkt im Jahr des Erwerbs als Betriebsausgabe absetzen können. Bisher mussten Gegenstände mit einem Wert von mehr als 410 Euro jahrelang in der Buchhaltung mitgeschleppt werden. Die aktuelle Änderung ist ein echter Beitrag zur Bürokratieentlastung! Abschreibungsregister, die bislang durch Bürostühle, Kaffeeautomaten oder Laptops aufgebläht wurden, wird es künftig nicht mehr geben. Der bisherige Betrag stammte noch aus dem Jahr 1965.

Der Bund der Steuerzahler fordert, das Gesetz noch um einen weiteren wichtigen Punkt zu ergänzen: Der Steuerzinssatz muss von sechs auf drei Prozent sinken! Aktuell werden für Steuererstattungen und Steuernachzahlungen 0,5 Prozent Zinsen pro Monat fällig. Damit soll der Vermögensvorteil für die verspätete Steuer­zahlung abgeschöpft werden. Aufgrund der Niedrigzinsphase ist dieser Satz aber zu hoch.
geschrieben von  wo