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Wer ist eigentlich … Gregor Greve? Freitag, 08 September 2017 09:17 Foto: oh

Wer ist eigentlich … Gregor Greve?

Das Haus in einem noch relativ frühen ­Stadium begleiten und prägen zu dürfen – das habe Gregor Greve am meisten an seiner neuen beruflichen Aufgabe gereizt. Seit dem 1. Juli ist der gebürtige Kieler im Schöninger Speerezentrum Paläon zuständig für den Bereich Presse und Kommunikation. Er selbst betrachtet das Haus als Rohdiamanten, der geschliffen werden will. Der 43-Jährige ist herumgekommen, wie man sagt. In Kiel aufgewachsen lebte er danach in London, Bielefeld, Beverungen, Brandenburg an der Havel und nun in Schöningen.

Frau und Kinder (vier und sieben Jahre alt) sind derzeit noch in Beverungen zu Hause, im östlichen Zipfel Nordrhein-Westfalens, direkt an der Grenze zu Niedersachsen. Mittelfristig möchte der Kommunikationsspezialist den Lebensmittelpunkt der Familie jedoch komplett an den Elm verlegen. »Für mich ist Zeit mit der Familie sehr wichtig, der ideale Gegenpol zum oftmals doch hektischen Berufsalltag«, betont Greve, der nach seinem Magister in den Fächern Anglistik, Neue Deutsche Literatur/Medien und Europäische Ethnologie ein Aufbaustudium Kulturmanagement absolvierte. Im Augenblick sieht er seine Lieben vor allem am Wochenende, wenn im Paläon keine Termine oder Veranstaltungen anstehen. Vielleicht kein Idealzustand, doch unter dem Strich zähle für ihn nicht die Quantität sondern die Qualität der mit Frau und Kindern verbrachten Zeit.

Öffentlichkeitsarbeit im Transformationsprozess

Das Speerezentrum darf sich unterdessen auf einen Öffentlichkeitsarbeiter freuen, der überaus gerne neue Wege beschreitet. »Natürlich bildet die klassische Medienarbeit noch immer das Rückgrat der Pressearbeit. Dank der hervorragenden Arbeit meiner Vorgänger ist das Paläon hier bereits sehr gut aufgestellt. Diese Arbeit möchte ich gern fortsetzen, gleichzeitig aber auch neue Akzente in den sogenannten neuen Medien setzen, unter anderem in sozialen Netzwerken, Youtube und Instagram, da ich der festen Überzeugung bin, dass wir uns zur Zeit in einem Transformationsprozess von analogen hin zu digitalen Formen der Öffentlichkeitsarbeit befinden. Der Trend geht eindeutig in Richtung Owned Media«, skizziert der neue Kommunikationschef. Er sehe gerade jetzt eine große Chance, das Momentum der digitalen Aufbruchsstimmung aufzunehmen, um das Paläon international noch besser zu platzieren. »Nicht nur als Ausstellungsraum der ältesten Jagdwaffen der Menschheit, sondern auch als eine digital innovative Kultureinrichtung, die – nicht nur vor Ort sondern auch im Netz – über das Leben unserer frühen Vorfahren informiert.«

Affinität zu Filmen und Medien

Das Know-how für ein ernsthaftes Vorantreiben der digitalen Bemühungen bringt Gregor Greve allemal mit. Durch seine Vita hat der Schleswig-­Holsteiner eine sehr große Affinität zum Einsatz von Filmen und Medien. Als Lehrbeauftragter für Kulturmanagement an der FH Kiel, als Gesellschafter einer Produktionsfirma mit dem Schwerpunkt Image- und Ausstellungsbegleitende Filme und Animationen, als freiberuflicher Kameramann und Cutter war Greve bislang tätig. Zuletzt hatte er die Leitung der Presse und Öffentlichkeitsarbeit am Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel inne.

Momentan arbeitet das Paläon intensiv an einer Ergänzung zur Sonderausstellung »Die Eiszeit-Jägerin«. Da bleibt auch für den Pressechef ein ums andere Mal ein bisschen weniger Freizeit, in der greift der passionierte Bogenschütze gerne mal zur E-Gitarre.

geschrieben von  pau