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Heemsoth: »TRIACON hat Immobilien im Wert von über einer Milliarde betreut« Dienstag, 18 September 2012 13:24 Foto: Jörg Scheibe

Heemsoth: »TRIACON hat Immobilien im Wert von über einer Milliarde betreut«

Wenn irgendwo in Deutschland eine Immobilie in die finanzielle Schieflage gerät, dann rufen die Banken oder der Insolvenzverwalter häufig Spezialisten zu Hilfe, die das Objekt stabilisieren und wieder zukunftsfähig auf Kurs bringen. Zu diesen Krisen-Spezialisten gehört auch das Braunschweiger Unternehmen TRIACON, das schon Immobilienpakete von bis zu 300 Millionen Euro fertig gestellt oder saniert, verwaltet und vermarktet hat.

»Unsere Stärke ist, dass wir als Immobilien-Dienstleister ein Allrounder sind«, meint der geschäftsführende Gesellschafter Volker Fr. Heemsoth: »Wir haben Kompetenz in allen Bereichen des Immobiliengeschäfts: vom Bewerten und Beraten über das Verwalten, das Revitalisieren und Investieren bis zum Vermieten, Kaufen und Verkaufen.« Außerdem gibt es noch ein eigenständiges Bauunternehmen, das Immobilien als Generalunternehmer schlüsselfertig baut.

»Wir sind immer häufiger als Troubleshooter im Einsatz«

Heemsoth hat TRIACON mit zwei Kollegen vor acht Jahren in Braunschweig und Köln gegründet. Heute hat die Gruppe zwölf Gesellschaften an sechs Standorten, hat im vergangenen Jahr mit 70 Mitarbeitern 25 Millionen Euro umgesetzt und hat dabei – so Heemsoth – »gut verdient«. Heemsoth hält an der Holding und dem Bau­unternehmen VIERBAG jeweils 50 Prozent. Er war früher Manager beim Baukonzern Strabag in Köln und dann Geschäftsführer beim Braunschweiger Bauunternehmen Munte, das Ende 2004 in Insolvenz gegangen ist.

triacon_520.jpgTRIACON arbeitet natürlich auch im normalen Immobiliengeschäft, investiert auch in eigene Projekte. Doch ein Schwerpunkt sei das Geschäft mit Problemimmobilien und Problemkrediten, betont Heemsoth. Das habe sich in der Branche herumgesprochen. Heemsoth: »Wir werden immer häufiger als Troubleshooter gerufen.« Auftraggeber seien betroffene Banken, Insolvenz- oder Zwangsverwalter, Privatinvestoren, Kommunen oder Fonds.

Immer gehe es um die Entwicklung von Immobilien, um deren Wandel und um die Bewältigung einer Krise. Dabei analysiere man zunächst die Lage, prüfe kaufmännisch, juristisch und technisch die Defizite einer Immobilie oder eines ganzen Portfolios und entwickelt daraus eine Bewertung, eine Machbarkeitsstudie und praktische Handlungsstrategien. Die werden dann mit ausgefeilten Methoden des Immobilienmanagements operativ umgesetzt. Heemsoth: »Dieser Prozess kann in enger Zusammenarbeit mit Auftraggebern und Gläubigern nur funktionieren, wenn er transparent, offen und ehrlich abläuft.«

»Wertsteigerungen von 30 Prozent«

Insgesamt habe TRIACON bisher Immobilien im Wert von mehr als einer Milliarde Euro betreut: Mietobjekte ebenso wie gewerbliche Bauten. Man bringe mit der Problembereinigung den Banken Geld zurück, weil die Immobilien meist schon voll wertberichtigt seien, stellt Heemsoth fest. Er nennt ein Beispiel: Für ein Konsortium von 18 in- und ausländischen Banken habe man in Schleswig-Holstein 2000 Wohnungen aus der Insolvenz übernommen, die Gebäude saniert, dann vermietet und verkauft. Dabei sei eine Wertsteigerung von 30 Prozent realisiert worden. Derzeit betreue man in drei Bundesländern 5000 Wohneinheiten und Gewerbeflächen mit einem Wert von 135 Millionen Euro. Über eine Tochter­gesellschaft in Kopenhagen arbeite man auch für internationale Kunden und deren Immobilien in Deutschland.

gebaeude_745.jpgDas eigenständige Bauunternehmen VIERBAG liege, was die Größe der Bauprojekte betreffe, zwischen einem Handwerksunternehmen und einem Konzern, erläutern die beiden Mitgesellschafter und Prokuristen Rainer Siemens und Falk Böttcher. »Wir realisieren Projekte mit einem Volumen zwischen eins und sechs Millionen Euro«, konkretisiert Siemens. Man baue stets in Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben als Generalunternehmer oder Generalübernehmer und liefere schlüsselfertige Bauten ab. Schwerpunkt sei die Region Braunschweig. Derzeit hat die VIERBAG 15 Mitarbeiter. In Braunschweig wurden beispielsweise für das HEH-Herzogin-Elisabeth-Hospital das Bettenhaus aufgestockt und ein neues Ärztehaus gebaut.

»Gewerbepark mit zehn Unternehmen«

TRIACON entwickelt und investiert auch in eigene Immobilienprojekte, berichtet Heemsoth. So habe man das ehemalige Munte-Gelände im Braunschweiger Stadtteil Querum gekauft und daraus einen inzwischen voll ausgelasteten Gewerbepark gemacht, in dem derzeit zehn Unternehmen arbeiten. Hier ist auch der TRIACON-Unternehmenssitz. TRIACON hat auch das benachbarte Gewerbegrundstück übernommen. Gemeinsam mit der Stadt Braunschweig, der eine große angrenzende Fläche gehört, plane man ein Wohngebiet Querum-Süd und – getrennt durch den geplanten Ringgleisweg – ein kleineres Gewerbegebiet. Insgesamt sind die Flächen rund 65 000 Quadratmeter groß, der Rat der Stadt hat die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen.

Bild ganz oben: Volker Fr. Heemsoth

geschrieben von  sie